Weinernte 2021

06.09.2021: “Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.” Das Zitat von Hermann Hesse hat bei uns Winzern jedes Jahr aufs Neue Gültigkeit. Die Zeit der Weinlese ist eine magische Zeit. Wir planen, am 20. September mit der Ernte zu beginnen, sofern uns die Witterung noch viele Sonnenstunden beschert. Heuer sind wir um eine Woche später als in einem Durchschnittsjahr. Letztes Jahr ging es am 11. September los,  im großen Weinjahr 2019 haben wir am 16. September begonnen. Los geht’s traditionell mit der Lese der frühreifen Sorte Zweigelt gefolgt von Pinot noir.

Mit der 100-Trauben-Probe können wir die Reifeentwicklung beobachen. Dafür sammeln wir einzelne Beeren in einem Weingarten um so einen Durchschnittswert an Säure und Zucker messen zu können. Am Beginn der Traubenreife Ende Juli, lagert der Rebstock beinahe ausschließlich Säuren in die weich werdenden Beeren ein. Dazu „baut“ er den Zucker, der via Photosynthese in den Blättern gebildet wird in Wein- und Äpfelsäure um. In heißen, trockenen Jahrgängen kann der Rebstock das reichlich vorhandene Sonnenlicht meist nicht im selben Ausmaß nutzen wie in feuchteren, da ihm das für die Photosynthese notwendige Wasser fehlt.Während der nun einsetztenden Reifephase nimmt der Zuckergehalt der Trauben über einen langen Zeitraum relativ gleichmäßig zu.Während Zucker- und Säuregehalt stark von der Temperatur abhängig sind und höhere Temperaturen die Reife beschleunigen können, benötigt die Geschmacksreife von der Blüte weg etwa 100 bis 110 Tage, beinahe unabhängig von der Temperatur.

Die physiologische Reife zeigt sich durch eine Harmonie von Zucker und Säure, durch eine geschmackliche Reife, durch reife Tannine, ausgereifte, verholzte Kerne, ein weitgehend verflüssigtes Fruchtfleisch und eine weiche Schale mit angenehm schmeckenden Tanninen.

 

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